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Eine Liebeserklärung an InfoPath

Ich möchte heute die Gelegenheit nutzen, dem vermutlich unbekanntesten Produkt von Microsoft – nämlich InfoPath – eine kleine Liebeserklärung zu widmen.

Seit gut 6 Jahren nun arbeite ich täglich mit InfoPath, öffne jeden Tag rund 100 verschiedene Formulare (da unsere Prozesse alle auf InfoPath Formularen aufbauen), delegiere Formulare und Checklisten an Mitarbeiter und kann jeden Arbeitsvorgang meines Teams nachvollziehen, indem ich deren InfoPath-Formulare und Checklisten anschaue. Weil wir die Formulare in SharePoint ablegen, und SharePoint automatisch gewisse Formular-Felder aus dem InfoPath in Metadaten ablegt, kann ich mit 2-3 Klicks alle Prozesse eines Projekts finden, erkennen ob sie abgeschlossen sind oder wo sie liegen, erkennen welche Checkliste im Einsatz war und über welche Persone sie geroutet wurde. Absolut genial – ein vergleichbares System zu kaufen hätte sechsstellige Beträge gekostet, und mit InfoPath und SharePoint im Eigenbrau waren es rund 4 Wochen arbeit.

Und darum: I Love InfoPath!!!

Und genau darum frage ich mich immer wieder: warum kennt es sonst niemand? Warum verwendet es niemand? Warum schreien weder die Mitarbeiter, noch deren Teamleaders, noch die Qualitätsverantwortliche nach InfoPath? Warum Quälen sich Prozessverantwortliche und Qualitätsverantwortliche mit einfachen Listen um? Es wäre doch alles soooo einfach.

Der Nutzen kommt leider erst mit der Einrichtung des Tools

Der wichtigste Grund für die Unbekanntheit von InfoPath liegt wohl daran, dass es ähnlich wie z.B. Microsoft Access, beim Auspacken der Software nichts passiert. Ein Word kann ich auspaken, und mal drauf rumschreiben, und freude haben. Ein Excel kann ich auspacken, eine Tabelle einfügen und die Summe darunter berechnen – juhui! Bei Acces und InfoPath geht das nicht – die Wertschöpfung geschieht erst beim Einrichten der Software. Ein Normalsterblicher PC-Anwender kann erst einen Nutzen aus InfoPath ziehen, wenn ein Übernormalsterblicher Power-User etwas vorbereitet hat.

Momentaner Fokus auf die „Grossen“

Da diese Übernormalsterblichen Power-Users noch rar sind, konzentriert sich Microsoft im Moment auf die grossen Firmen, denn die können sich solche Mitarbeiter kaufen oder züchten. Bei KMUs wie wir es sind, sind InfoPath eine seltenheit. Diese Strategie erkennt man auch gut daran, dass InfoPath erst bei den wirklich grossen Office-Suiten dabei ist – vorher muss man es separat kaufen.

Hoffnung auf SharePoint Surfing

Ich glaube, das aber genau KMUs sehr viel von InfoPath profitieren würden. Dies wird aber leider nicht so schnell gehen, solange Microsoft das Produkt von den „kleinen“ versteckt. Ich hoffe aber, dass es in Zusammenhang mit SharePoint doch noch zum renner wird. Denn die Chance, dass KMUs mit SharePoint Foundation loslegen, und dann beim Einarbeiten auf InfoPath stossen, ist schon viel grösser. Wenn’s also gut geht, kann InfoPath auf der SharePoint-Welle gross werden; was auch absolut Sinn macht, denn viele Zusatznutzen von InfoPath sind in der Synergie mit SharePoint erst wirklich wertvoll.

Und du?

Verwendest du InfoPath? Vermutlich nein, darum – hast du schon vorher davon gehört? Was hat dich davon abgehalten? Schreib mir doch!

Alles Liebe, Daniel

Über iJungleBoy

Missionary Kid, Entrepreneur, Software Developer, DotNetNukeer, SharePoint-Fanatic and InfoPath-Lover.

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